Pressemitteilung – Kulturelle Bildung
Pepper/Geis: Gute Basis in Rheinland-Pfalz weiter entwickeln
Mainz, den 15. Februar 2006
MS
www.spdfraktion-rlp.de
„Die Kulturelle Bildung hat in Rheinland-Pfalz einen hohen Stellenwert. Von einer breiten Basis aus werden wir in der nächsten Wahlperiode diesen Bereich zu einem Schwerpunkt unseres Regierungshandelns machen“, so kommentieren Renate Pepper, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, und der kulturpolitische Sprecher Manfred Geis die Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der SPD-Fraktion zum Thema Kulturelle Bildung in Rheinland-Pfalz.
Die Antwort zeige, dass die Kulturelle Bildung in Rheinland-Pfalz gleichermaßen im schulischen Bereich wie in einem breiten außerschulischen Bereich verankert sei. Sie mache deutlich, dass besonders durch Einführung der neuen Ganztagschulen in den letzten Jahren wichtige Fortschritte erzielt werden konnten, während im außerschulischen Feld die soziokulturellen Einrichtungen eine herausragend wichtige Bedeutung haben. In kulturpädagogischen Einrichtungen und vielen Initiativen in allen kulturellen Sparten werde Wert darauf gelegt, dass die eigene Kreativität und Phantasie bei Kindern und Jugendlichen gefördert und ernst genommen werde – die „Vermittlung der kulturellen Kompetenz stellt eine zentrale Zukunftsaufgabe der Schule und der Gesellschaft dar“, so die Landesregierung.
An vielen Beispielen mache die Antwort der Landesregierung deutlich, dass sowohl strukturell wie auch durch gezielte Einzelmaßnahmen und Förderung die Kulturelle Bildung durch die Landesregierung voran gebracht worden sei. Zu nennen sei z.B. die Reform der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern, die im Verbund mit den neuen Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für die KITAS die Bedeutung der Kulturellen Bildung im Vorschulalter noch gesteigert hätten. Zu nennen seien auch die vielfältigen Maßnahmen des Landes zu einer beispielhaften Leseförderung in verschiedenen Institutionen. Aber die Antwort der Landesregierung mache auch deutlich, wie vielfältig das alltägliche Engagement vieler Einzelner sowohl in schulischen und nicht-schulischen Bereichen sei, und liste eine Palette beispielgebender Projekte auf, die dabei verwirklicht werden.
Als besonders erfreulich sehen es die Abgeordneten an, dass die kulturelle Kompetenz als wichtige Voraussetzung gesehen werde, die eigene Kultur zu verstehen, Orientierung zu finden und andere Kulturen zu achten. All dies seien „wichtige Voraussetzungen für die Persönlichkeitsbildung, für demokratische Teilhabe und Toleranz im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft“, so die Landesregierung in Ihrer Antwort auf die SPD-Anfrage.
Dabei bleibe die Notwendigkeit der Kulturellen Bildung nicht auf Kinder und Jugendliche beschränkt. Vielmehr gelte für sie, wie für andere Bildungsbereiche auch, dass mit der Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft Bildung für Ältere zu einer wichtigen Aufgabe der Sicherung allgemeiner gesellschaftlicher Teilhabe werde.
Besonders habe sich das Land Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren um eine Förderung der Musikschulen bemüht. Dieses Engagement solle fortgesetzt werden, sei aber auch in anderen Bereichen, wie etwa dem der Bildenden Kunst, zu intensivieren.
Grundsätzlich sei dabei anzuerkennen, dass außerschulische Angebote aufgrund einer anderen Zugangsweise zu Teilnehmerinnen und Teilnehmern und entsprechenden pädagogischen Formen einen unverzichtbaren Bestandteil kultureller Bildung darstellen, der nicht durch eine erwünschte Ausweitung schulischer Angebote ersetzt werden kann.
„Bei künstlerischen Angeboten innerhalb und außerhalb der Schule sollen die Adressaten, ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, nicht nur Konsumenten, sondern auch Produzenten ihrer eigenen Ästhetik sein. So wird Kultur als Element von Partizipation und Identität nachhaltig gesellschaftlich wirksam – dies ist dabei die wichtigste Leitlinie“, sagten Pepper und Geis.


