Mar 17, 2004

Pressemitteilung vom 17. März 2004

Manfred Geis: Strukturelle Veränderungen und experimentelle Wagnisse in der Kultur sind notwendig

Die Bedeutung kreativer Neuansätze und experimenteller Wagnisse für ein zukunftsorientiertes Kulturleben haben der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Manfred Geis, und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Renate Pepper, in ihren Reden während der heutigen kulturpolitischen Debatte im Landtag betont.

Pepper und Geis, die beide die Bedeutung des Ehrenamtes für das kulturelle Leben betonten, unterstrichen mit ihren Reden den Tenor der Rede von Kulturminister Jürgen Zöllner, dass die Kulturpolitik ihrer Aufgabe heute nur gerecht werden könne, wenn sie sich für Veränderungen stark mache.

Die Politik habe vor allem die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den Kulturschaffenden unter veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Kultur zu ermöglichen, so Geis in seiner Rede. Dies sei heute ohne strukturelle Veränderungen nicht mehr möglich. In dieser Hinsicht sei nicht nur im Bereich der Orchester, sondern etwa auch im Bibliotheksbereich, in Rheinland-Pfalz die Förderung von Kooperationen und Zusammenschlüssen eine wichtige Neuerung. Kooperationen des Kulturbereichs mit anderen seien aber nicht minder wichtig; besonders eine bessere Vernetzung von Kultur und Tourismus. Geis betonte den Zusammenhang von Spitzenleistungen und Breitenkultur für die Kulturpolitik und bekannte sich in diesem Zusammenhang auch zum Bau des Arp-Museums Bahnhof Rolandseck.

Kulturelle Bildung sei die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Menschen nicht nur Konsumenten von Kultur seien, sondern in die Lage versetzt würden, diese selbst aktiv zu gestalten, sagte Pepper. Kultureinrichtungen aller Sparten und ihre Träger, nicht zuletzt auf kommunaler Ebene, müssten auch neue Wege gehen, um sich insbesondere jungen Menschen zu öffnen. Auch müssten sie ihre Angebote besser sichtbar machen und regional vernetzen. Pepper betonte in diesem Zusammenhang besonders die Bedeutung der kulturvermittelnden Berufe und der Kulturwirtschaft. Auch Experimente, wie etwa ein ?Netzwerk für Musik? oder ein Wettbewerb ?Unser Dorf soll kultureller werden?, seien gefragt, damit kulturelle Bildung allgemein verfügbares Handwerkszeug für die Zukunft werden könne. Das Land sei gefordert, unter diesem Gesichtspunkt die Erarbeitung lokal ausgerichteter Konzepte zu fördern.