Pressemitteilung vom 23. Januar 2004
Manfred Geis: Kooperationen und Vernetzung stärken die Kultur
Im Rahmen der Haushaltsberatungen konstatierte Manfred Geis, der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, eine positive Entwicklung im Kulturbereich in Rheinland-Pfalz. Man profitiere davon, dass die Innovationsfelder Wissenschaft und Kultur in einem Ministerium zusammengefasst seien.
Manfred Geis: „Der Rhein selbst ist eine Verknüpfung par excellence - R(h)einkultur mit und ohne „h“. Aber nicht nur im Weltkulturerbe Mittelrhein von Bingen bis Koblenz, sondern darüber hinaus nach Norden bis zum Bahnhof Rolandseck und nach Süden über Mainz, Worms, die Weinregionen Rheinhessen und Pfalz, die Bloch-Stadt Ludwigshafen bis Speyer mit Dom, Historischem Museum und vielem mehr. Und das muss im Norden weitergehen bis Köln / Bonn, wie auch im Süden die bestehenden übernationalen Kooperationen am Oberrhein genutzt werden müssen.“
Zur Verknüpfung der Kultur mit dem Tourismus werde in nächster Zeit die SPD-Landtagsfraktion zu einem Gespräch einladen, bei dem mit Expertinnen und Experten von Kultur und Tourismus über Perspektiven und Chancen für Rheinland-Pfalz geredet werden solle.
Auch die anstehende Orchesterreform sah Geis im Zusammenhang mit der Notwendigkeit von Strukturveränderungen: „Ich stehe dazu, dass ich die Anregung des Ministers, im Orchesterbereich nicht nach dem Prinzip des Rasenmähers zu sparen, sondern über Fusionen und Kooperationen nachzudenken, für den richtigen Weg halte. Auf innere und äußere Kooperation zu setzen, dazu gibt es keine Alternative.“
Dieses Nachdenken über Strukturen gelte auch für andere Bereiche, ob es die Zusammenarbeit im Bibliothekswesen betrifft, das Bemühen um lebendige, den Gästen nähere Museen, oder um attraktive Formen der Nachwuchsförderung in Musik, Bildender Kunst und anderen kulturellen Sparten.
Ein aktuelles Beispiel für die Schaffung von Strukturen, die die kulturelle Arbeit unterstützen, sei die Versicherung für ehrenamtlich Aktive. „Initiativen und Vereine haben nun mehr Sicherheit; die Bitte, ehrenamtlich tätig zu werden, kann man jetzt mit besserem Gewissen aussprechen.“
Fazit des kulturpolitischen Sprechers: „Wir sind aufgefordert, selbstbewusst für den hohen Stellenwert des Kulturellen in der Politik einzutreten. Kunst und Kultur sind nämlich nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern vor allem der unverzichtbare ästhetische Beitrag zur Verständigung der Gesellschaft über ihre eigenen Belange. Deshalb dürfen wir nicht vom `grünen Tisch` aus bürokratisch über Kultur reden. Wichtig ist, dass die im Kulturleben Engagierten wissen, dass wir mit Leidenschaft für ihre Belange eintreten und ihre Aktivitäten mit großer Sympathie und großem Respekt wahrnehmen.“