Manfred Geis, MdL Rheinland-Pfalz
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Dec 4, 2003

Pressemitteilung vom 4. Dezember 2003

Manfred Geis: Erfolgreiche Kulturpolitik des Landes fortsetzen und weiter entwickeln

Ausdrücklich begrüßt Manfred Geis, der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, dass in der (jetzt vorgelegten) Zwischenbilanz der Landesregierung von Rheinland-Pfalz der Kulturbereich zusammen mit Bildung und Wissenschaft allererste Priorität genießt.

„Am bedeutendsten ist sicher die Aufnahme des Oberen Mittelrheintales von Bingen bis Koblenz in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Mit dieser Bewertung stehen wir in einer Reihe mit den großen Stätten des kulturellen Erbes der Menschheit, das muß uns bei der Diskussion konkreter Maßnahmen vor Ort bewußt sein.“

Die Landesregierung habe darüber hinaus die Voraussetzungen geschaffen, dass das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck gebaut werden kann; in Verbindung mit dem renovierten Bahnhof Rolandseck werde damit ein Kleinod für die Präsentation zeitgenössischer Kunst geschaffen, das bundesweit konkurrenzfähig sein werde, so Geis.

„Bei all dem ist für Sozialdemokraten selbstverständlich, dass das Postulat „Kultur für alle“ immer wichtig bleibt. Deshalb ist der Förderung des Ehrenamtes im Kulturbereich größte Aufmerksamkeit zu schenken. „Kultur für alle“ bedeutet auch in Zukunft Sicherung der Grundversorgung in allen kulturellen Bereichen für alle Bevölkerungsschichten.

Wir haben in Rheinland-Pfalz, entgegen den Entwicklungen in vielen Bundesländern, in finanziell schwierigen Zeiten besondere Leistungen für das kulturelle Leben erbracht, genannt wird im Zwischenbericht zu Recht die Eröffnung des sanierten Großen Hauses des Staatstheaters Mainz und die Erhöhung des Landesbeitrags zur Förderung der Musikschulen um 1 Million Euro. Aber wir müssen sparen und über Strukturen nachdenken. Nur durch sparsames Wirtschaften werden wir langfristig Einrichtungen sichern und ihnen eine Perspektive geben können. Wir diskutieren das zur Zeit verantwortungsvoll mit den Betroffenen für den Bereich der Orchester, wir arbeiten an einem Landesbibliothekszentrum, auch andere kulturelle Bereiche werden sich dieser Diskussion stellen müssen.“

Geis betonte, dass dabei Stiftungen zukünftig eine noch stärkere Rolle spielen werden. Herausragende Bedeutung habe die Stiftung Rheinland Pfalz für Kultur als zweitgrößte Kulturstiftung in Deutschland erlangt, die seit ihrer Gründung vor 10 Jahren mit ca. 59 Millionen Euro Kunst und Kultur gefördert habe.

„Für uns ist und bleibt die Kultur ein zentraler gesellschaftlicher Bereich. Wir stellen uns an die Seite der Menschen, die im Kulturleben aktiv sind, wir würdigen die Leistungen professioneller Künstlerinnen und Künstler und unterstützen die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen in Vereinen und Initiativen. Für die SPD-Fraktion hat die Kulturpolitik größte Bedeutung. Wir können aufbauen auf den Leistungen der letzten Jahre und werden aber auch neue Ideen entwickeln, beispielhaft genannt sei die stärkere Vernetzung der Bereiche Kultur und Tourismus sowie die Förderung des künstlerischen Nachwuchses.“