Pressemitteilung vom 25. September 2003
Die kreative Orchesterreform ist möglich
„Die heutige Anhörung war sehr sachorientiert und auch an den kontroversen Punkten konstruktiv; dafür ist allen Beteiligten, vor allem den betroffenen und externen Sachverständigen, herzlich zu danken. Sie hat deutlich gemacht, dass eine strukturelle Reform der Orchesterlandschaft in Rheinland-Pfalz notwendig ist und unter Berücksichtigung künstlerischer Kriterien wie berechtigter sozialer und regionaler Interessen auch umgesetzt werden kann. Dies Ergebnis steht, unabhängig davon, dass die konkrete Entscheidung, nach welchem Modell die Umstrukturierung erfolgen wird, noch offen ist und noch einer abschließenden Abwägung bedarf. Sie sollte dennoch bald erfolgen“, dies erklärte der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Manfred Geis, zum Abschluss der heute vom Ausschuss für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur durchgeführten Anhörung zur Orchesterreform in Rheinland-Pfalz.
Geis hob hervor, dass auch der Orchesterbereich in Rheinland-Pfalz von Kürzungen im kulturellen Sektor nicht länger ausgeschlossen bleiben könne. Der Veränderungsbedarf sei zu Strukturreformen zu nutzen, die nicht zuletzt dem Kriterium der nachhaltig zu sichernden künstlerischen Qualität im Konzert- und Theaterwesen in Rheinland-Pfalz genügen müssten. Die dafür durchaus vorhandenen Spielräume habe die Anhörung verdeutlicht.
„Der Vorschlag von Minister Zöllner hat zu produktiven Diskussionen und einem phantasievollen und breiten Engagement geführt. Das war angesichts einer so zentralen kulturpolitischen Weichenstellung eigentlich auch nicht anders zu erwarten. Jetzt kann auf der Grundlage der so gewonnenen Erkenntnisse eine Entscheidung gefunden werden. Dabei muss das Ziel bleiben, bei aller Notwendigkeit zu sparen, den Kurs der kreativen Lösungen, die neue Potentiale freisetzen, nicht zu verlassen.“
Nach Meinung von Geis bedeutet dies konkret, dass eine Lösung im Rahmen der Vorschläge zu suchen ist, die in der ein oder anderen Weise ein Kooperationsmodell für die rheinland-pfälzischen Orchester vorsehen. Der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion verband seine Feststellungen mit einem ausdrücklichen Dank an Kulturminister Jürgen Zöllner, der entgegen manch schlechtem Vorbild aus anderen Bundesländern und Kommunen bei finanziellen Problemen und deutlicher Kritik von Rechnungshöfen einen Diskussionsvorschlag gemacht habe, der von vornherein von bloßen pauschalen Mittelkürzungen abgesehen habe und damit eine Lösung ermöglichen werde, die Vorbildcharakter erlangen werde.


