Apr 21, 2004

Fügen wir die Perlen zu einem Band ....

Dokumentation zum Gespräch Kultur & Tourismus

Mittwoch, 21. April 2004, 14.00 bis 17.00 Uhr

Sitzungssaal der SPD-Landtagsfraktion
Abgeordnetenhaus des Landtags Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 3
55116 Mainz

Wir wollten mit diesem Gespräch zusammenführen, was zusammengehört, wenn man über die Entwicklungsperspektiven von Kultur und Tourismus nachdenkt. Wenn wie dazu beigetragen haben, dass diejenigen, die in Rheinland-Pfalz auf diesen Feldern arbeiten, sich besser kennen lernen, Erfolge sehen und Spaß finden beim gemeinsamen Pläne schmieden, war diese Veranstaltung ein Erfolg.

Rheinland-Pfalz ist ein Land mit besten Voraussetzungen, Kultur und Tourismus auf hohem Niveau zu präsentieren. Beispiele für die zeitgemäße gute Arbeit in beiden Bereichen gibt es vielfach. Eine bessere Vernetzung kultureller und touristischer Angebote dient beiden. Sie ermöglicht nicht nur bessere Vermarktungschancen, sondern kann vor allem auch im Sinne einer Qualitätssteigerung für Kultur und Tourismus genutzt werden.

Dabei kommt es darauf an, den eigenständigen Charakter beider Felder zu respektieren. Ihre positive Wechselwirkung muss gerade auf den jeweiligen Stärken des kulturellen und touristischen Angebotes in Rheinland-Pfalz aufbauen.

In unserem Gespräch sollten Perspektiven ausgeleuchtet, Ideen entwickelt und ausgetauscht werden, wie wir die Perlen zu einer Kette fügen können.

Wir dokumentieren das Referat von Bernd Kauffmann und die Kurzstatements von Dr. Cornelia Ewigleben, Theresia Riedmaier, Dr. Achim Schloemer und Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner.

Wir erlauben uns, die Adressen der anwesenden Gäste, von denen die meisten Fachleute aus den Bereichen Kultur, Tourismus und Politik sind, aufzulisten, um die Chance zu erhöhen, mit einander im Gespräch zu bleiben.

Das ist unser Hauptziel: Wir wollen im Gespräch bleiben, wir wollen gemeinsam mit Ihnen an einer Stärkung der Bereiche Kultur und Tourismus und ihrer Verbindung arbeiten.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.

Manfred Geis, Ulrich Seiler

Das Programm:

Bernd Kauffmann, Generalbevollmächtigter der Stiftung Schloss Neuhardenberg und künstlerischer Leiter des Festivals „movimentos“ (Wolfsburg), bis 2000 Generalbeauftragter der europäischen Kulturhauptstadt Weimar:
„Zur Lage der Kultur in dürftigen Zeiten – Kultur,Tourismus und kommunale Verfasstheit“

Kurzstatements

Dr. Cornelia Ewigleben, Direktorin des Historischen Museums der Pfalz, Speyer
Theresia Riedmaier, Landrätin des Kreises Südliche Weinstraße
Dr. Achim Schloemer, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz

Diskussion

Eröffnung und Moderation:
Manfred Geis, MdL, Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion
Ulrich Seiler, MdL, Tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion

Rede von Bernd Kauffmann

Kurzstatements

Dr. Cornelia Ewigleben

Für einen Großteil der Kulturschaffenden ist es von außerordentlicher Bedeutung mit den touristischen Organisationen eng zu kooperieren, vor allem um neue Zielgruppen zu erschließen und die kulturelle Bedeutung von Rheinland-Pfalz überregional stärker bekannt zu machen. Potential für neue Besucher und Besucherinnen sehe ich aus Sicht der Museen bei den Kurzreisenden, deren Anzahl ständig steigt, den jüngeren Reisenden unter 50 und vor allem in Familien mit Kindern. Für die Touristen interessant und sehenswert erscheinen mir in erster Linie die Bauten und Kunstwerke, die den besonderen Charakter des Landes ausmachen. Dies sind:

  1. Die einzigartigen Hinterlassenschaften einer mehr als 400jährigen römischen Geschichte
  2. Die herausragenden Zeugnisse der mittelalterliche Geschichte – geprägt vor allem durch Karl den Großen und die salischen Kaiser
  3. Die imposanten Burgen- und Burgruinen
  4. Die Weltkulturerbestätten

Diese Leuchttürme bilden die besonderen kulturellen Merkmale des Landes Rheinland-Pfalz. Es gilt, sie einheitlich und langfristig zu vermarkten. Dafür ist es unverzichtbar, eine Dachmarke zu kreieren, die diesen Werken gerecht wird und ihre Einmaligkeit unterstreicht.

Folgende Schritte erscheinen vorrangig notwendig, um das Kulturland Rheinland-Pfalz in das Bewusstsein potentieller Besucher und Besucherinnen zu bringen:

  1. Definition der Leuchttürme
  2. Aufbau einer Dachmarkenstrategie und Durchführung einer Imagekampagne
  3. Aufbau eines zentralen Systems, über die interessante Angebote bundesweit und international buchbar sind

Was müssen Kulturinstitutionen leisten, um in diesen Prozess eingebunden zu sein?

Lassen Sie es mich diesen Prozess anhand der Museen verdeutlichen: Museen stellen einen wichtigen Faktor im Kulturtourismus da. Ein von der „Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH“ im Juni 2003 herausgegebene Leitfaden vermerkt, dass die Besuche von Museen etwa 40% der kulturellen Aktivitäten auf Reisen ausmachen. Das Interesse an Museen liegt damit hinter dem an historischen Gebäuden, aber weit vor den Besuchen von Theatern, Festspielen und Konzerten. Musikaufführungen und ähnliche Veranstaltungen werden offenbar primär durch die regionalen Besucher genutzt, es sei denn, man kann mit bekannten zugkräftigen Namen werben.

Von den ca. 430 Museen des Landes, von denen viele bedeutende Kunstwerke präsentieren, erfüllt zurzeit nur ein Teil die Kriterien zur touristischen Vermarktung, aber eine ganze Reihe hätte das Potential dafür. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten diese Häuser u.a. in die Lage versetzt werden, mittelfristig und verlässig zu planen. Ihre bedeutenden Projekte müssten etwa zwei Jahre vor Beginn definitiv feststehen, um in die entsprechenden Angebote aufgenommen werden zu können.

Museen sollten attraktive Angebote für möglichst viele touristische Zielgruppen anbieten, die im besten Fall unter der zu kreierenden Dachmarke beworben werden können: Sie müssen sich als kulturelle Dienstleister verstehen, die kundenorientiert arbeiten und den veränderten Ansprüchen der Besucher gerecht werden, ohne dabei ihre Seriosität zu verlieren. Kundenfreundliche Infrastrukturen u.a. mit ansprechenden Präsentationen in den Schausammlungen und Sonderausstellungen, einladenden Cafés, freundlichem Personal, interessanten Angeboten in den Museumsshops und flexiblen Öffnungszeiten sind heute Grundvoraussetzung, um sich auf dem vielfältigen kulturellen Markt zu behaupten. Museen sollten begreifen, dass ihre Konkurrenten beim Werben um die Touristen die Erlebnisparks, die Erlebnisführungen auf Burgen und ähnliche Offerten sind. Um in der vielfältigen Angebotspalette wahrgenommen zu werden, ist es geboten, mit Werbepartnern und touristischen Organisationen Kooperationen einzugehen. Dafür müssen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für PR und Marketing beschäftigt werden. Solche Fachkräfte sucht man allerdings in den meisten Museen zurzeit noch vergebens. 

Jede Münze hat jedoch zwei Seiten: Was kann die Tourismusbranche aus der Sicht der Kulturschaffenden tun, um die Zusammenarbeit zu verbessern?

  • Aufbau eines landesweites Kommunikationsnetz, das keine Rücksicht nimmt auf regionale Grenzen
  • Bereitstellung gemeinsamer und einheitlicher Marketingstrategien und Vertriebsformen
  • Aufbau eines landesweites, leicht zugänglichen Informations- und Buchungsportals 
  • Stärkung der Tourismusverbände: Die Zentralorganisation bzw. die regionalen Verbände müssen personell und finanziell in der Lage sein, Anregungen aus der Kultur aufzunehmen und in buchbare Pakete zu verwandeln
  • Aufbau eines zentralen, verlässlichen Kalenders für alle Kulturereignisse des Landes, in dem alle Daten regelmäßig und frühzeitig erfasst sind.

Abschließend sei mir erlaubt, den Wunsch zu äußern, dass das Thema „Kultur und Tourismus“ keine Eintagsfliege bleiben möge, sondern langfristig mit Engagement vorangetrieben wird, weil es ein Gewinn für alle Beteiligten bedeutet. Ich möchte an jeden Einzelnen appellieren sich zu nachhaltig zu engagieren, da der Erfolg eines solchen Projektes nicht nur von der Bereitstellung der notwendigen Mittel abhängt, sondern in großem Maße auch von dem das Einsatz der Beteiligten bestimmt wird.

 

 

Theresia Riedmaier

Guten Tag, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herr Kauffmann.

Ich habe Ihren Schlusssatz, oder Ihren Schlussgedanken, so verstanden, dass, wenn es nicht gelingen kann, in der Kulturpolitik oder einer Kulturförderung etwas neues, großes zu schaffen, es dann besser wäre, gar nichts zu tun.

Ich habe darüber nachgedacht und verneine diese These. Vielleicht habe ich Sie auch falsch verstanden. Ich will damit sagen, für die kommunale Politik oder für einen Landkreis, einen kleinen Landkreis, wie wir es sind, ist es so, dass man nicht mit den hohen Ansprüchen hausieren gehen kann und auch nicht mit den hohen Ansprüchen der Kunstförderung argumentieren kann, nicht im Kreistag und nicht in der Bürgerschaft. Ich meine trotzdem, dass Kunst und Kultur und Tourismus wichtige Aufgaben kommunaler Politik sind. Sie sind sogar besonders wichtige Aufgaben kommunaler Politik. Man muss darüber sprechen. Und es wird immer wichtiger auch viel darüber zu sprechen, denn die Finanzlage ist dermaßen schwierig, dass gerade dort, wo die so genannten „freiwilligen Leistungen“ gebraucht werden (und das ist Kulturförderung, das ist aber auch Tourismusförderung), dieses dann eben ganz ganz schnell hinterfragt und auch kritisiert wird. Ob und warum man z. B. als Landkreis Geld ausgibt um Ausstellungen, Kulturtage und vieles mehr zu organisieren. 

Und es muss den 42 Kreistagsmitgliedern und 75 Ortsbürgermeistern in der Region, die einen Teil ihrer Gelder an den Kreis als Kreisumlage abgeben, erklärt werden, dass das notwendig ist. Notwendige Kulturförderung und Tourismusförderung sowohl gleichrangig als auch nebeneinander als freiwillige Leistung eines Landkreises. Warum? Beides, Kulturförderung und Tourismusförderung, wirkt zunächst einmal nach Innen in die Region hinein, und man darf nicht unterschätzen, welchen hohen Wert z. B. die Freude an kulturellen Veranstaltungen im Landkreis bis hin zu den Konzerten der Kreismusikschule hat. Ich zähle mich auch dazu, ich weiß, welche Freude und welche Identifikation die Bürgerschaft mit ihrer Region - auch mit ihrem Landkreis und mit ihrem Landratsamt, mit dem was eben Kreispolitik ausmacht - verbindet. Das halte ich für ganz wichtig und daraus, ich weiß es, daraus wächst auch viel Bürgerengagement.

Wenn die Menschen Freude an den kulturellen Angeboten finden können, wenn sie sie annehmen können, weil sie ihnen nahe sind, weil es ihnen Spaß macht, weil sie sich bereichert fühlen, dann sind sie auch bereit mitzuarbeiten. In den dörflichen Gemeinschaften, im Landkreis und eben auch dort, wo Kultur organisiert wird, da, wo wir eben auch ehrenamtliche Mitarbeit und ehrenamtliche Verantwortung brauchen.

Beides, Kulturförderung und Tourismusförderung, wirkt natürlich nach Innen. Denn alles, was in den Orten und Dörfern investiert wird, hat auch damit zu tun, dass Menschen sich verbunden fühlen mit ihrem Ort und dass sie stolz sind darauf bspw. wenn Gäste kommen. Regionale Kultur ist nicht nur eine Frage von Geld und von Wertschöpfung, sondern auch von „gerne-zeigen-wollen“ und „gerne-hier-leben-wollen“ und dieses „genießen-wollen“ also von Lebensgefühl. Beides, Kulturförderung und Tourismusförderung, wirkt aber in gleicher Weise nach Außen und das halte ich für enorm wichtig. Für die Imagebildung einer Region, eines Landkreises oder einer Stadt ist es nämlich ganz entscheidend, ob sie z. B. eine Marke hat oder Aufmerksamkeit als kulturreiche oder als kulturlebendige Region bekommt. Die Attraktivität einer Region bildet sich darin ab und Wertschöpfung wird z. B. insbesondere aus Tourismusförderung gewonnen.

Zu so genannten „weichen“ Standortfaktoren zähle ich eben ein großes kulturelles Angebot und eine lebendige kulturelle Landschaft. Das sind ganz wesentliche Dinge, die in der kommunalen Politik, insbesondere im Wettbewerb der Regionen, eine ganz, ganz starke und immer stärkere Rolle spielen. Ich denke: wir brauchen auch die Bindung der Menschen an ihre Region, an ihre Heimat, da es uns als kommunal Verantwortliche wichtig sein muss, dass die Menschen gerne im Landkreis Südliche Weinstraße leben, dass sie nicht abwandern, dass wir insbesondere junge Familien behalten oder gewinnen. Dies ist auch, ich sagte das Stichwort schon, "Wettbewerb der Regionen". Das glaube ich, wird in der Zukunft, auch im Hinblick auf den demografischen Wandel, eine noch stärkere Bedeutung gewinnen.

Erstens, Kulturförderung und Tourismusförderung wirken nach Innen und nach Außen und sind insofern für eine ganzheitliche Politik auch wichtig. Zweitens, beide Aufgabenfelder, die ich als wichtig definiere, müssen als zwei eigenständige Felder begriffen werden. Kulturförderung als eigenständiges Aufgabenfeld, das grundgelegt ist, aufgebaut wird, wachsen kann. Dies ist eine Säule. Gleiches gilt für die Tourismusförderung. Ich komme noch mal zu Kunst und Kultur. Sie dürfen nicht eben nur Ornamente oder, Sie, Herr Kauffmann, sagten vorhin, „das grüne Blatt auf dem Teller“ oder die „Petersilie auf der Suppe“ sein, sondern Kunst und Kultur haben ihre eigene Begründung, ihre eigene Bedeutung, auch im Kleinen, in der Provinz und in der Region. Weil ich weiß, dass die Begegnung der Menschen, gerade auch der Kinder, und auch der jungen Menschen, mit Musik, mit Literatur, mit Malerei, bildender Kunst, mit Theater, auch mit der Geschichte und mit historischen Orten Menschen neugierig macht.

Es macht die Menschen offener, es macht sie diskussionsfähig, es macht sie tolerant und ich könnte da noch mehr anfügen. Und das ist etwas, was die Lebendigkeit einer Region ausmacht, nämlich dass die Menschen dort lebendig, offen, neugierig, tolerant und diskussionsfähig sind. Diese Erfahrung habe ich gemacht - und ich bin davon überzeugt, dass trifft in einer noch viel stärkeren Weise zu, als ich es wahrnehme. Die Akzeptanz von Kunst und Kultur in allen Sparten und die Möglichkeit, selber aktiv zu sein, führt zu selbstbewussten Kindern, selbstbewussten jungen Menschen, und schließlich zu selbstbewussten Bürgern. Dies ist ein großer Schatz, den wir gerade in der kommunalen Politik haben und brauchen. Die Förderung von Kunst und Kultur und das „Da- Sein“ von Kunst und Kultur schaffen Lebendigkeit und Lebensqualität.

Andererseits könnten wir in unseren touristischen Angeboten nicht überleben oder nicht dauerhaft Gäste gewinnen, wenn wir nur ab und zu mal zusätzlich zu irgendwelchen Aktivitäten irgendeinen kulturellen Event draufsetzen würden. Es würde nicht klappen. Vielleicht käme dann mal ein kurzfristiger Erfolg,  aber die Zusammenarbeit gerade von Kunst und Kultur, Kultur und Tourismus oder deren Zusammenwirken braucht nämlich die Grundlegung der beiden starken Säulen als Aufgabenfelder kommunaler Politik. Ich möchte hier die Tourismusförderung nochmals betonen. Tourismusförderung ist Wirtschaftsförderung in erster Linie. Sie bildet Wertschöpfung in einer Region und sie schafft Arbeitsplätze. 

Ich sehe das bei uns ganz deutlich. Tourismusförderung hat immer auch den Aspekt von Regionalentwicklung. Sie gibt ganz viele Impulse für Investitionen in den Orten, nicht nur, ob das Gasthaus schön gestrichen ist, sondern auch, ob Dorfplätze entstehen oder ob Radwege entstehen oder was auch immer. Ganz viele Impulse für Investitionen gehen vom Tourismus aus oder sind im Tourismus begründet. 

Ich habe von diesen beiden Säulen gesprochen. Von den beiden Aufgaben, von den beiden eigenständigen Aufgaben, und ich sagte auch, es sind zwei eigenständige Aufgabenfelder kommunaler Politik. Aber es gibt eine gemeinsame Schnittmenge und damit sind wir jetzt, und damit bald auch abschließend, beim Thema. Es gibt eine gemeinsame Schnittmenge und in dieser entsteht, dies klingt sehr technokratisch, in dieser gemeinsamen Schnittmenge entsteht Mehrwert. Dort, wo sich Kulturförderung und Tourismusförderung berühren, begegnen und miteinander wirken, da entsteht etwas Positives. Insbesondere für das Image, für die Lebendigkeit einer Region. Denn Gäste kommen lieber in eine Region, wenn sie wissen, sie haben neben dem, was sie sonst auch gerne machen möchten - Wandern, Fahrrad fahren, Wein trinken, gut essen, Wellness - wie auch immer, sie haben daneben und dazu auch noch die Möglichkeit, ihre Zeit, ihre Abende sinnvoll zu verbringen und einfach Schönes zu erleben. Schönes, Großes zu erleben: Konzerte, Lesungen, in Museen gehen. Das gehört dazu. Das muss auch mit erschlossen werden und mit angeboten werden, damit wir auch die Gäste nicht nur einmal gewinnen, sondern Viele mehrfach. Und ich bin auch davon überzeugt, dass es ein aufgeschlossenes und kulturinteressiertes Publikum gibt, das gerade wegen attraktiver Kulturangebote auch in die Region kommt und zwar eben dann nicht nur in die größeren Städte, sondern gerade in die „Provinz“.

Ich möchte Ihnen an wenigen Beispielen noch zeigen, wie wir versuchen, im Landkreis Südliche Weinstraße das umzusetzen. Wir haben einmal im Jahr und immer noch die „Kulturtage der Südlichen Weinstraße“ und wir hatten im Jahr 2000 z. B. das Projekt „Blickpunkte". Da gab es Skulpturen. Bildende Künstler haben ihre Skulpturen in die Landschaft gestellt, also „Kultur in der Natur" ausgestellt und wir haben dazu ganz praktisch eine Broschüre herausgegeben, mit Wanderwegen zu diesen Kunstwerken, zu diesen Skulpturen. Mit Beschreibungen der Kunst und eben mit dem Hinweis, auch dort hinzugehen und ja, das anzuschauen, das zu erleben, mit dieser Anregung, auch zu betrachten.

Wir haben dann ein Jahr später die Kulturtage ausgerichtet zum Thema „Kunstgenuss". Das mag jetzt vielleicht banal erscheinen, angesichts, oder vor dem Hintergrund, des Vortrages von Herrn Kauffmann, aber Lebensfreude und Kunstgenuss, und Genuss in einer Region, oder in einem Landkreis, auch anzunehmen, in dem man z. B. gut essen geht oder schönen Wein trinkt - für mich ist das kein Widerspruch. 

Wir haben damals Spitzenköche gewonnen, die ihre Restaurants geöffnet haben für Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern, die wiederum z. B. Menükarten oder anderes gestaltet haben und wir haben auch dazu ein Buch herausgegeben. Es ist ein Ausstellungskatalog mit Werken der Künstlerinnen und Künstler und gleichzeitig auch mit Hinweisen, wo man es sich in der Region gut gehen lassen kann. Ein anderes Projekt war in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum „Ritter und Burgen“. Wir sind wahrscheinlich der einzige Landkreis, der ein Comic-Buch herausgegeben hat. Wir haben einen Wettbewerb veranstaltet, bei dem vor allem Kinder mitgemacht haben, indem sie Zeichnungen abgegeben haben. Daraus haben wir dann ein Buch gemacht. Das hat nun nichts mit Tourismusförderung zu tun, sondern damit, dass Kulturförderung eben ganz weit verstanden werden kann.

Ich könnte noch weitere Beispiele sagen. Ich verzichte darauf. Es gibt Probleme in der Zusammenarbeit zwischen den beiden Sektoren - Frau Dr. Ewigleben hat das auch schon gesagt - Kunstförderung und Tourismusförderung. Diese Zusammenarbeit ist noch nicht sehr eingeübt. Es gibt Gemeinsamkeiten, aber die sind noch nicht professionell organisiert, da wir auch in der Tat zu wenig Abstimmung haben. Ich glaube allerdings auch, dass die Potentiale, über die ich gesprochen habe, von diesem Mehrwert in der Schnittmenge der beiden Sektoren, noch zu wenig präsent oder bekannt sind und dazu kommen die unterschiedlichen Zeitläufe, die Frau Dr. Ewigleben schon genannt hat, dazu will ich mich nicht mehr äußern.

Zum Schluss noch ein Wort zu den Finanzen. Wir müssen, das ist jedes Jahr bei den Haushaltsberatungen ein Kampf, natürlich auch einen eigenen Etat haben für Kulturarbeit. Denn das ist die Basis für Planungssicherheit für die Organisation kultureller Angebote. Aber es ist natürlich auch so, dass wir auf Kooperationen mit den Städten und Gemeinden angewiesen sind, und ich bin sehr dankbar dafür, meistens oder immer die Unterstützung des Landes zu haben. Großzügig durchaus, und wir sind trotzdem mehr und mehr auf Sponsoring angewiesen und damit auf die Unterstützung der regionalen Firmen. Das ist ein schwieriges Brot, weil einfach zu viele auf die wenigen kulturfördernden Firmen zugehen und diese dann eben auch die Taschen zumachen.

Herzlichen Dank.

 

 

Dr. Achim Schloemer

Meine sehr verehrten Damen und Herren, Herr Minister, herzlichen Dank auch von meiner Seite.

Es sind schon viele Dinge angesprochen worden, deshalb werde ich versuchen, mich auf einige wenige Punkte zu konzentrieren.

Frau Dr. Ewigleben hat eben schon einmal darauf hingewiesen, dass wir im letzten Jahr durch die Lande gereist sind und gemeinsam in den Regionen mit Partnern aus Kultur und Tourismus regionale Workshops abgehalten haben, um zu erfahren, wo es hakt, wo die Konfliktfelder sind, wo wir enger zusammen arbeiten können, wie wir uns gemeinsam eine Strategie erarbeiten können, um das Thema Kultur und Tourismus im Land weiter nach vorne zu bringen. Dabei merkt man schon, dass man teilweise eine unterschiedliche Sprache spricht. Wir Touristiker vertreten die Meinung: Kultur muss Freude machen, es waren aber einige Kulturvertreter bei den Workshops dabei die sagten: „nein, Kultur muss weh tun.“

Unsere Fragestellung ist: „Wie müssen wir die Kultur aufbereiten, damit Touristen sie nachfragen, konsumieren.“ Das ist unsere Aufgabe: „Wie können wir Kultur so aufbereiten und wie können wir Kulturtourismus so aufbereiten, dass wir damit letztlich neue Gäste anziehen?“ Umsätze zu generieren, dass ist die Kernaufgabe für den Tourismus und dazu "benutzen" wir sicherlich auch die Kultur. 

Ich möchte einige Eckwerte zu den Gästen sagen, die wir ins Land holen wollen. Wir müssen konstatieren, dass die Gäste von heute enorme Markttransparenz haben, das Normale ist normal, das will keiner mehr. Wir müssen Mehrwerte schaffen. Hauptreisemotive, wie das früher mal war, gibt es eigentlich nicht mehr. Die Leute wollen eine Kombination aus Neuem sehen, Sinnliches erleben, sich wohlfühlen. Das sind Aspekte, die stehen ganz vorne bei der Reiseentscheidung. Ganz individuelle Angebote, d.h. für uns: Nicht die Angebotsorientierung steht im Vordergrund, d. h. es ist nicht dieser Bauchladen, den wir vor uns hertragen nach dem Motto: „Ach was haben wir nicht alles Schönes und was haben wir für schöne Burgen, was haben wir für ein tolles Angebot.“ Nicht das ist entscheidend. Entscheidend ist das, was der Kunde möchte. Entscheidend ist, den Kunden da abzuholen, wo wir ihn wirklich motivieren können, eine Reiseentscheidung zu treffen und zu uns zu kommen. Das müssen wir in den Vordergrund stellen. Das ist unsere Aufgabe beim touristischen Marketing. Letzten Endes ist das Ziel, die Reiseentscheidung dieser Kunden zu beeinflussen und die Reiseentscheidung möglicherweise auch über ein Thema wie Kultur und Tourismus zu beeinflussen.

Wenn man in die Marktforschung schaut, dann stellt man fest, dass Tourismus über Kultur im engeren Sinne eigentlich gar nicht der große Reiseanlass ist. Das sind ungefähr 8 oder 9 % aller Kurzreisenden, die sagen, meine Reise war eine Kulturreise. Und das bezieht sich nicht nur auf die deutschen Urlauber, da sind auch andere Nationen enthalten. Das sind dann die, die nach Rom oder in andere Städte fahren und sagen, jawohl, das war eine Kulturreise. Es sind nicht nur die, die  Kulturtourismus im engeren Sinne betreiben, die Kultur als das ausschlaggebende Reisemotiv sehen. Es gibt auch eine ganze Menge von sogenannten Kulturinteressierten. Das ist ein wesentlich größerer Markt. Das sind Gäste, die Kultur, kulturelles Erbe schlicht und ergreifend als Baustein in ihre Reise integrieren. Und Kultur zum Teil "als Kulisse" einer Reise betrachten. Auf ihrer Radtour, auf ihrer Wandertour. Im Vordergrund dieser Reise steht nun einmal die Radtour und steht die Wandertour und steht das schöne Erlebnis, und diese kulturellen Aspekte werden einfach mit betrachtet. Auch für diese Gäste wollen wir etwas tun. Es geht nicht darum, das die einen besser sind und die anderen schlechter sind. Insgesamt wollen wir erreichen, dass wir mit dem „kultouristischen“ Angebot und der Bündelung dieser Angebote den Zugang für alle diese Zielgruppen erleichtern.

Auf die Probleme im Dialog zwischen Kultur und Tourismus mag ich gar nicht eingehen. Frau Dr. Ewigleben hat eben diesen Leitfaden erwähnt, den wir im letzten Jahr erstellt haben. Da sind noch einmal die Probleme, die wir im Dialog zwischen Kultur und Tourismus haben, vielfältig beschrieben. Aber eben auch die Vorteile. Die Vorteile die sich letzten Endes dann darin manifestieren, dass wir auf der einen Seite wirkliche wirtschaftliche Effekte feststellen können.

Es sind sicherlich auch Imageeffekte zu verzeichnen. Und eine gute Aufbereitung des Themas Kulturtourismus hat sicherlich auch politische Effekte, denn eine Wahrnehmung beider Bereiche, sowohl der Kultur als auch des Tourismus, in einem positiven Zusammenhang ist letzten Endes auch für die politische Diskussion und auch für die nachhaltige Förderung dienlich.

Ergebnis der regionalen Workshops war auch, eine kulturtouristische Dachmarke zu schaffen. Was wir in dem Zusammenhang auch leisten wollen, ist die Kommunikations-, Vertriebs- und Vermarktungswege, die jetzt teilweise noch parallel laufen, stärker zu harmonisieren. Zunächst werden wir die vorhandenen kulturellen Angebote vor dem Hintergrund ihrer touristischen Vermarktbarkeit bewerten. Das ist der Punkt, den ich eingangs genannt habe. Also nicht die Kultur als Selbstwert, sondern die Kultur bewerten vor dem Hintergrund, können wir damit touristisch was bewegen? Können wir über die Verknüpfung mit dem touristischen Angebot tatsächlich neue Gäste gewinnen? Die Auswahl wollen wir  beschränken. Das soll nicht der große Angebotskatalog werden wie ein Telefonbuch, sondern eine Beschränkung auf die Top 30, Top 50, das werden wir sehen. Diesen Prozess haben wir gerade angefangen. Wir werden die Highlights bündeln und aus vorhandenen Aktionen wie Ausstellungen oder Bauten neue kulturtouristische Angebote schnüren. Das heißt nicht nur einfach das Bett dazu anzubieten, sondern bestimmte Elemente noch hinzufügen, die es insgesamt zu einem attraktiven kulturtouristischen Angebot werden lassen.

Abschließend zum aktuellen Stand: Am 14. Mai wird sich eine Jury zusammensetzen und aus einem Pool von etwa 100 Veranstaltungen, Bauten, Museen, Ausstellungen etc. auswählen, um dann die Top 30, Top 50 zu filtern und auf dieser Basis die entsprechenden touristischen Angebote zu entwickeln. Diese Angebote sollen den angesprochenen Mehrwert schaffen. Es wird einen Produktkatalog geben. Wir werden in diesem Rahmen auch die Vernetzung der Internet-Aktivitäten des Kulturlandes Rheinland-Pfalz, des Kultursommers und der Aktivitäten, die Touristiker leisten, umsetzen, so dass der Kunde tatsächlich wesentlich leichter das eine mit dem anderen verknüpfen kann. Das Bett mit dem kulturellen Event, mit der kulturellen Ausstellung und umgekehrt natürlich auch.

Ein Defizit sehe ich nach wie vor in der, auch vorhin angesprochenen, Moderation dieses Prozesses. Auf der Landesebene funktioniert es jetzt. Die nächsten Schritte sind definiert. Wir haben sicherlich Defizite darin, diesen Moderationsprozess, das ständige Zusammengehen, Abstimmen von Kultur und Tourismus in der Region, wirklich auch am Leben zu halten. Wir müssen feststellen, dass das im normalen Alltagsgeschäft sehr schwierig ist. Einige gute Ansätze gibt es, aber da ist sicherlich noch einiges an Arbeit aufzuholen.

 

 

Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner:

Profilbildung im Bereich Kultur und Tourismus und notwendige Voraussetzungen

Der Themenkomplex „Kultur und Tourismus / Tourismus und Kultur" lässt sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysieren. Je nach Herangehensweise werden unterschiedliche Schwerpunkte und Akzente gesetzt. Im Folgenden sollen einige Aspekte beleuchtet werden aus der Position desjenigen, der als Politiker auf Landesebene für den Bereich Kultur Verantwortung trägt.

Die Bedeutung von und die Erwartungen an Kultur lassen sich heute nur ermessen vor einem gesamtgesellschaftlichen Hintergrund. Dieser ist ganz wesentlich dadurch charakterisiert, dass sich aktuell eine der spannendsten Umbruchsituationen der gesamten Menschheitsgeschichte vollzieht. Die Einmaligkeit dieser Situation ist dadurch beschrieben, dass wir Menschen früher einmal Objekte der uns umgebenden Welt waren; dass wir im Verlaufe der Menschheitsgeschichte zu Subjekten, zu gestaltenden und handelnden Individuen entwickelt haben; dass uns die Erkenntnisse der Wissenschaften nunmehr in die Lage versetzen, uns selber als Subjekt zum Objekt zu machen, also den Menschen als Projekt menschlichen Eingreifens zu verstehen. Das heißt, dass wir nicht mehr nur unsere Umwelt gestalten, sondern uns selber.

Die Wissenschaft wird aber hilflos sein, alle gesellschaftlichen Folgeprobleme dieses von ihr verursachten Umbruchs zu bewältigen. Ein ganz wichtiger Partner in dieser Auseinandersetzung ist die Kultur. Sie muss sich dieser Aufgabe aber auch stellen wollen; sie muss von sich aus den Dialog mit der Wissenschaft suchen, um so zum Partner der Wissenschaft werden zu können. Für Profilbildung in der Kulturpolitik bedeutet dies, zeitgenössische Kunst und Kultur zu fördern, weil es um Fragen und Probleme geht, für deren Beantwortung und Bewältigung uns selbst Picasso oder Schiller oder Aristoteles oder wer auch sonst nur sehr begrenzt Hilfe und Orientierung mit auf den Weg geben können

Ein anderer, hier nur kurz anzusprechender Aspekt von Profilbildung besteht darin, dass die Herausbildung und Weiterentwicklung von Profilen im Kulturbereich sich zunehmend in einem internationalen, einem globalen Wettbewerb vollzieht. In dieser Beziehung hat Rheinland-Pfalz ein ungemein wertvolles, in mancher Hinsicht einmaliges Erbe der europäischen Kultur: In der zeitlichen Dimension vieler Jahrhunderte ist Kultur über Rheinland-Pfalz nach Deutschland gekommen. Dieses historische Erbe gilt es zu pflegen und lebendig zu halten. Unsere Aufgabe muss es sein, dieses Potenzial im Sinne eines innovativen Beitrags zur Auseinandersetzung mit den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zu fördern.

Eine hierauf fußende überregionale oder gar globale Profilbildung für Rheinland-Pfalz kann - wie jede Profilbildung - nur tragfähig sein und überzeugen, wenn sie auf einer Heimatkultur gründet; wenn sie auf lokaler und regionaler Kultur und Überzeugung basiert. Ein "vermarktbares" Kulturprofil erfordert zwingend, dass es mit der Bevölkerung vor Ort, mit der Region stimmig ist. Hieran zu arbeiten, die Stimmigkeit und Glaubwürdigkeit herzustellen, aufrechtzuerhalten und fortzuentwickeln ist ebenso Aufgabe einer auf Profilbildung abzielenden Kulturförderung eines Landes.

Unterstellt, dass die bisherigen Ausführungen zutreffen, ergeben sich daraus eine Reihe sehr praktischer Konsequenzen auf Förderpolitik und Verhalten aller Beteiligten:

  1. Die zur Förderung von Kunst und Kultur verfügbaren Mittel sind nicht beliebig vermehrbar, sondern begrenzt. Ihr Einsatz muss sich an den dargestellten Zielen orientieren. Dies hat zur Folge, dass Fördertraditionen - die im Einzelfall auch durchaus den Charakter versteckter Sozialhilfe haben können - überprüft und gegebenenfalls eingestellt werden müssen. Hier sind auch die Kulturschaffenden selbst aufgefordert, solche Neuausrichtung von Förderungen zu akzeptieren und zu unterstützen.
  2. Die Kooperation von Kultur und Tourismus ist notwendig; und es ist notwendigerweise eine zwischen zwei gleichwertigen Partnern. Eine solche Partnerschaft kann nur Früchte tragen, wenn sie von beiden gleichermaßen gewollt wird. Man kann zur Zusammenarbeit und zur Entfaltung von Kreativität in dieser Zusammenarbeit nicht durch Verträge, Abkommen und Ähnliches verpflichtet werden. Vielmehr müssen die Betroffenen sich selbst als Beteiligte verstehen und gemeinsam etwas erreichen wollen.
  3. Rheinland-Pfalz ist ein sehr heterogenes Land mit unterschiedlichen Regionen und Traditionen. Es ist sicherlich notwendig, auch für die regionale, also nicht gesamt-rheinland-pfälzische Identität ein kulturelles Angebot zu gewährleisten. Aber dieses muss stimmig sein damit, wie sich Rheinland-Pfalz insgesamt darstellt. Die Regionen stehen in einer Wechselbeziehung untereinander und dem Erscheinungsbild von Rheinland-Pfalz insgesamt. Dem müssen wir z. B. durch ein gemeinsames Marketing Rechnung tragen, denn jede Region für sich ist zu schwach, um überregional wahrgenommen zu werden. Das heißt: wenn wir in relevanten Größenordnungen Zustrom von Außen und Aufmerksamkeit erhalten wollen, müssen alle Einzelgliederungen und alle Regionen zusammengehen.

Eine Reihe von Voraussetzungen dafür, zu einem stimmigen Konzept von Kultur und Tourismus für Rheinland-Pfalz zu kommen, sind gegeben, auch wenn das Ziel selbst noch lange nicht erreicht ist. Eine der wichtigsten Bedingungen für die nächsten Schritte ist: Wir müssen es alle wollen.