Ausflug zum Kunstcamp der Jugendkunstschule Vulkaneifel
Sommerferien – Zeit für einen Ausflug vom Süden des Bundeslandes in den äußersten Nordwesten: Die Jugendkunstschule Vulkaneifel veranstaltet ein „Kunstcamp“ und hat mich eingeladen. Ich habe eine besondere Beziehung zu dieser Initiative, weil ich auf Einladung meiner Landtagskollegin Astrid Schmitt vor gut eineinhalb Jahren den Gründungsimpuls mitinitiieren konnte. Ich bin gespannt.
Gut fünf Stunden Anfahrt mit Bahn und Bus über drei andere Bundesländer: Mannheim, Frankfurt, Köln, von dort auf der Eifelstrecke Richtung Trier bis Lissendorf, dann mit dem Bus bergauf durch den Wald mit einem schönen Ausblick kurz vor dem Ziel in Hillesheim.
Freundliches „Empfangskomitee“ an der Haltestelle, buntes Treiben in der und um die Grundschule, 40 Kinder malen, löten, klopfen, modellieren in verschiedenen Gruppen. Gleich nach dem ersten Zeitungsaufruf war das Camp schon fast ausgebucht; in einer vorbildlichen Zusammenarbeit ist die Jugendkunstschule für das Programm der kulturellen Bildung zuständig, Kreisjugendamt und Jugendpflege der Verbandsgemeinde kümmern sich um die Übernachtung im Zeltdorf und um die Verpflegung.
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie ernsthaft und ideenreich Kinder sich zu Gestaltung motivieren lassen, unter Leitung von Cornelia Lenartz betreuen junge kulturpädagogisch ausgebildete bzw. interessierte Menschen die Workshops. Auch ihr Engagement ist spürbar, sie nehmen die Kinder ernst und vermitteln ihnen, dass sie ihre Arbeiten würdigen.
Für die Abschlußpräsentation entstehen Bilder, Masken, Kostüme, Body-Paintings, mühsam und geduldig klopfen kleine Mädchen schwere Steine, ein Garagentor wird kunstvoll besprüht. Vieles wird gemeinsam angepackt, Größere helfen den Kleinen – eine gute Stimmung.
Ich bin froh, hier zu sein und fühle mich bestätigt, dass wir vom Land diese Initiativen fördern und unterstützen.
Nach dem gemeinsamen Essen im Zelt schöne Gespräche am Abend, Übernachtung im „Krimihotel“ im „Miss Marple-Zimmer“. Ich muss wiederkommen, um mir das schmucke Städtchen noch einmal genauer anzusehen, die imposante Stadtmauer, das „Kriminalhaus“ mit dem „Deutschen Krimi-Archiv“ und dem „Café Sherlock“.
Rückfahrt mit fünf Umsteigestationen, sehr schön mit dem Bus quer durch die Eifel nach Cochem an die Mosel, dann über Koblenz am Rhein entlang zurück. Ich bin zufrieden.


