Manfred Geis, MdL Rheinland-Pfalz
Manfred Geis, MdL Rheinland-Pfalz

Termine

02.06.2012
ansprechBar - Einladung zum Gespräch

07.07.2012
ansprechBar - Einladung zum Gespräch

Aktuelle Ausstellung

Bild von Alexandra Deutsch

Aktuelle Ausstellung:

Alexandra Deutsch - mysteriöse Metamorphosen

Objekte aus Papier und Textil, Monotypien

LÄUFT BIS 20.07.2012
Mo bis Fr, von 9.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

 

mehr

Logo ansprechBar
facebook-icon
Sep 19, 2011

Lisa Weber
„from dawn till dusk“

Installationen und Fotografien

Ausstellungseröffnung (Bild © Klaus Benz)

Eröffnung:
Dienstag, 18. Oktober 2011, 19.30 Uhr

Einführung:
Dieter Kiessling
Professor für Medienkunst an der
Kunsthochschule Mainz

Ort:
Abgeordnetenhaus des Landtags in Mainz

Dauer der Ausstellung:
18. Oktober - 11. November 2011

Montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und jederzeit nach Vereinbarung

Lisa Weber mit Manfred Geis und Prof. Dieter Kiessling (© Klaus Benz)

Lisa Weber mit Manfred Geis und Prof. Dieter Kiessling vor einer ihrer Videoarbeiten. Fotos: Klaus Benz

Rede von Prof. Dieter Kiessling zur Eröffnung der Ausstellung

Weber_Text_Kiessling.pdf
Logo Weingut Kreutzenberger

Mit freundlicher Unterstützung des Weinguts Kreutzenberger, Kindenheim

Lisa Weber

Meine Arbeit basiert auf reproduzierten Momenten. Ein einzigartiger Moment bekommt die Möglichkeit sich unendlich zu wiederholen. Eine subjektive Wahrnehmung wird in Bildern zusammengefasst. Gegensätze werden aufgenommen und thematisiert.

Der Unterschied zwischen Licht und nicht Licht, Bewegung und nicht Bewegung oder Realität und nicht Realität werden gezeigt.

Wenn ich eine Kamera benutze und durch den Sucher ein Bild wähle wird eine Konzentration durch Komposition und Reduktion erarbeitet. Die Wahrnehmung des Betrachters wird so gelenkt. Maurizio Lazzarato beschreibt in seinem Buch (Videophilosophie Zeitwahrnehmung im Postfordismus) die Kamera als „time crystallization machienes“, eine Maschine die Zeit kristallisiert, deren Aufgabe es nicht ist die Realität wiederzugeben, sondern Zeit zu kontrahieren und zu kondensieren. Eine konstante Entdeckung meiner Umwelt und unserer Gesellschaft bestimmt die Richtung meiner Arbeit. Das aufgenommene Bild als ein natürlich erscheinendes Material, als eine Kopie von dem was wir sehen, wird von mir gewählt und arrangiert. Die Dinge werden so in ihrer ursprünglichen Form und zugleich neu gesehen. Eine Simulation von verschiedenen, sich immer erneuernden Momenten entsteht.

Eine kleine Ewigkeit

Eine kleine Ewigkeit, Installation mit 24 Glühbirnen, 2010

Zeit wird empfunden. Ganz leicht gerät unsere Zeitwahrnehmung aus den Fugen. In der Ereignislosigkeit verliert das Zeitempfinden sein Maß. In der Installation sind vierundzwanzig Glühbirnen kreisförmig und in einem leichten Winkel zum Erdboden nach außen strahlend angeordnet. Während eine Hälfte vom Hellen ins Dunkle übergeht fängt der Glühfaden der Anderen langsam an aufzuleuchten. Jede Glühbirne hat ihre eigene Lichtintensität, die fließend wechselt. Von Tag zu Nacht und von Nacht zu Tag wird jede einzeln gedimmt. Gleichzeitig ist der Verlauf beim Überblicken der Installation sichtbar. Langsam bewegt sich der Lichtverlauf über den Kreis. Die Erddrehung und ihre daraus resultierenden verschiedenen Lichtstufen der vierundzwanzig Zeitzonen dienen als Grundmodell für die Inszenierung. Die Präsentation abgeschieden vom Tageslicht, unterstützt das Gefühl der fließenden Zeit. Man befindet sich in einem eigenen Kosmos, da nichts geschieht außer dem Wandern des Lichtes.

Stillleben mit flaschen

Stillleben mit Flaschen, 7:11 min, HDV, 2010

Ein Stillleben mit Flaschen wird einen Tag lang aufgenommen. Im Bild bewegt sich nichts außer dem Licht. Durch den Einsatz eines Zeitraffers wird der Lichtverlauf des Tages deutlich. Innerhalb von sieben Minuten wandern Licht, Schatten und Reflektionen über die Flaschen durch das Bild. Der weiße Hintergrund, das Glas und seine Reflektionen werden von dem kalten bläulichen Morgenlicht, der hellen Mittagssonne, grauem Wetter so wie der Abendröte verändert. Das Motiv verändert sich durch das sich ständig bewegende Licht, den Wechsel der Farbe und der Atmosphäre. Flaschen aus Weiß- Grün- und Braunglas, wie man sie aus dem alltäglichen Gebrauch kennt werden wegen ihrer Lichtdurchlässigkeit, Reflexe und Spiegelungen als Träger für das Licht gewählt. Sie werden vor einem weißen Hintergrund inszeniert. Auf dem Bildhintergrund entsteht ein Licht-Schatten-Feld, welches die Komposition des Bildes ständig ändert.

 

Twilight, hdv- video,15 min, 2010

Halbdunkel vor Aufgang und nach Untergang der Sonne. Licht und Dunkelheit mischen sich und produzieren dieses Lichtverhältnis. Diffuse Lichtstreuung der Sonnenstrahlung aus den oberen Schichten der Erdatmosphäre, die von den Strahlen der unter dem Horizont stehenden Sonne getroffen werden. Jeden Tag vollzieht sich der berechenbare Vorgang. Doch er wiederholt sich nie. Dreißig Dämmerungen sind von demselben Ort aus an unterschiedlichen Tagen gefilmt, nach Datum und Uhrzeit sortiert aneinander gereiht. Die Kamera ist fest installiert und zoomt in einen kleinen Ausschnitt des Abendhimmels hinein. Das Bild zeigt nur eine blaue Fläche, manchmal sind Wolken zu sehen. Zehn Minuten dauert der Vorgang bis sich die blaue Farbfläche in eine schwarze überblendet. Die Dämmerung legt sich langsam über Farbe und Form, am Ende bleibt eine schwarze Fläche. Die Dämmerungen werden in Echtzeit abgespielt, die Veränderung ist kaum merkbar. Eine Irritation über Langsamkeit und Stillstand wird ausgelöst. Man kann kaum eine Bewegung im Bild entdecken bis zufällig ein Vogel das Bild durchquert oder eine Wolke sich vorbei schiebt. Die Projektion ist die einzige Lichtquelle im Raum. Die Lichtverhältnisse der Clips mischen sich neu, bilden ein Zwielicht. Während des Betrachtens vollzieht sich eine eigene Dämmerung im Raum.

Vita

2011 – 2012 Meisterschülerjahr bei Prof. Dieter Kiessling
2009 – 2010 Studienjahr an der "California State University "Chico Master of Fine Arts Programm"
2004 – 2011 Studium an der Kunsthochschule Mainz, bei Prof. Dieter Kiessling
1985 geboren in Zweibrücken

 

Ausstellungen
Einzelausstellungen:

2010 “As time goes by”, Abschlussausstellung Kunsthochschule Mainz
  "if you look into the square of successive moments" Larry Wismer Theater, Performing Art Center, Chico, Kalifornien
2009 "focused",Janet Turner Print Museum Art Gallery, Chico Kalifornien

Gruppenausstellungen:

2011 “bring our own shadow”, Caos Art Gallery, 23.-30.September, Venedig Italien
  “dauern”, Ringstube Mainz
  “Garage 2.0”, Künstlerhaus Dortmund
2010 “Smoke & Mirrors”, University of Oklahoma, School of Art & ArtHistory
  „1078 Gallery Film Festival“, August 21, Chico,Kalifornien
  „frames from the edge“, Galerie Marion Scharmann Köln
  “What the What, Gast Juror Meg Shiffler, University Art Gallery, Chico, Kalifornien (Katalog)
  “Applaudible” sound art, Laxson Fine Art Gallery, Chico, Kalifornien
  Master of Fine Arts Student Exhibition, BMU 3rd Floor Gallery, California State University, Chico
2009 „Picture This“, Jurierte Photographie Ausstellung, Laxon Fine Art Gallery, Chico, Kalifornien
  “work on paper”, MFA Gallery California State University Chico, Kalifornien (Katalog)
  "New Voices", B-So Space, Department of Art and Art History, CSU Chico, Kalifornien
  "Full House", Projektraum Satellit Galerie Anita Beckers, Frankfurt
  "Video Interventionen", Videonale 12, Bonn
2008 "fail better 1", Kunsthalle Mainz , (Katalog)
  „ortschaffen“ , shedhalle Tübingen
  „Nachtwache“, Ausstellung der "Klasse Kiessling" zur Nacht der Museen, Mainz

 

Preise:

2010 Förderstipendium der Kunsthochschule Mainz
2009 “Hopper Award", Preis für MFA Studenten der CSU Chico

Kontakt: mail(at)lisaweber.net

www.lisaweber.net