Kulturforum Pfalz – Viele Ideen zur Förderung der Lesefreude
„Kulturforum Pfalz“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bad Dürkheim
In einer Veranstaltung zum Thema „Leselust in Rheinland-Pfalz“ am letzten Donnerstag im Haus Catoir konnte der Landtagsabgeordnete Manfred Geis, der auch Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Bibliotheksverbandes ist, im Rahmen des Kulturforums Pfalz der Friedrich Ebert Stiftung viele Gäste begrüßen.
Dem fachkundigen Besucherkreis, der vor allem aus Lehrern, Leiterinnen und Leitern von großen und kleinen Büchereien und Eltern bestand, wurden die vielfältigen Möglichkeiten der Schaffung von Leselust und Lesefreude von ebenso kompetenten Referenten dargestellt. In entspannter Atmosphäre demonstrierte Dr. Rose Götte, die ehemalige Ministerin für Kultur, Jugend, Familie und Frauen, wie man mit Kindern Spaß beim dialogischen Lesen haben kann. Zusammen mit Grundschulkindern wurde ein Kapitel aus der „Kleinen Hexe“ mit verteilten Rollen gelesen. Bereits wenige Utensilien wie Hexenhut und Rabenschnabel ließen die Kinder in ihren Rollen aufgehen, was sich an ihrem lebhaften und ausdrucksstarken Lesen deutlich zeigte.
Im Anschluss daran referierte der Stellvertretende Leiter des Landesbibliothekszentrums, Günter Pflaum von der Büchereistelle Neustadt , über die vielfältigen Angebote im Land Rheinland-Pfalz, die über Bibliotheken und Schulen für Kinder und Jugendliche bereitgestellt werden. Dabei sind der Verleih von Medienkisten, Schultüten- und Adventsaktion oder auch die Vermittlung von geeigneten Kinderbuchautoren an Schulen nur einige Beispiele des breit gefächerten Katalogs der Hilfen zur Leseförderung. Besonders engagieren wird man sich in Zukunft bei der Einrichtung von „Leseecken“ in Ganztagsschulen.
Alles in allem erlebten die Teilnehmer ein leidenschaftliches Engagement, um Kinder für das Lesen zu begeistern. In der lebhaften Diskussion, die von Rolf Mantowski, dem Direktor der Friedrich-Ebert-Stiftung geleitet wurde, fanden insbesondere Autorenlesungen an Schulen wie beispielsweise die der in unserem Raum ansässigen Kinderbuchautorin Lydia Hauenschild lobende Erwähnung. Außerdem kamen Erfahrungen von Eltern mit dem Lesen ihrer Kinder in den verschiedenen Lebensphasen zur Sprache. Und obgleich das reichhaltige Angebot im Bereich von Kindergarten und Grundschule durchweg positiv beurteilt wurde, wurde ein ebensolches Angebot von der Gymnasiallehrerin Egeler-Wittmann auch für die weiterführenden Schulen gefordert. Zum Abschluss bekamen die Kinder Bücher von Frau Hauenschild und die erwachsenen Referenten ein Buch des anwesenden Leiters der Mannheimer Stadtbibliothek Lutz Jahre.

