SPD: Chance beim ARP-Museum für Kunst, Region und Land weiter nutzen
Manfred Geis, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, kritisiert die von der CDU-Landtagsfraktion in der parlamentarischen Sommerpause betriebene „destruktive PR gegen das ARP-Museum“. Eine zusätzliche Sitzung des Kulturausschusses zu beantragen, sei zwar das parlamentarische Recht der CDU-Fraktion und insofern zu respektieren. Aber die Motivation, die bei der CDU dahinter stecke, sei die Absicht, den „Klamauk als Kunstform der Unionsfraktion“ zu etablieren. Dies schade dem Museum, der Region wie dem Land und falle letztlich auch auf die Union zurück.
Die Zusatzsitzung des Kulturausschusses zur positiven Entwicklung in Sachen ARP-Zusammenarbeit war in der vorangegangen Woche von der CDU-Fraktion beantragt worden. In der Sache hatte jedoch die SPD-Landtagsfraktion bereits zeitlich vor der CDU-Fraktion einen Bericht im Kulturausschuss zur neuen Eckpunktevereinbarung mit dem Arp-Verein auf die Tagesordnung setzen lassen. So sei das Berichtsersuchen der CDU im Ausschuss weder neu noch spektakulär, unterstreicht Geis. In der Sitzung des Kulturausschusses am morgigen Dienstag werde deshalb sowohl der CDU-Berichtsantrag als auch der SPD-Berichtsantrag behandelt werden.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum nicht die nächste reguläre Ausschusssitzung abgewartet werde. Dass eine Pressekonferenz der CDU am Tag vor der Ausschusssitzung abgehalten werde, sei zudem eine parlamentarische Unsitte, so Geis.
Manfred Geis, der auch Vorsitzender des Kulturausschusses ist, hofft dennoch auf eine sachliche Sitzung im Ausschuss: „Die Trennung von Arp-Verein und Museum ist ein guter Schritt auf dem Weg zur künstlerisch spannenden Entwicklung des neuen Museums. Wir sollten diese Chance nutzen, das Museum weiterzuentwickeln und nicht wieder den Neubeginn atmosphärisch belasten.“


