Der Besuch der „Grünen Damen“
Die „Grünen Damen“ waren bei Manfred Geis zu Besuch im Landtag – nein, keine ersten Koalitionssondierungen, sondern ein „Dankeschön“ des Abgeordneten an die ehrenamtlichen Helferinnen, die sich im Evangelischen Krankenhaus Bad Dürkheim täglich selbstlos um das seelische Wohl der Patientinnen und Patienten kümmern.
Gruppenbild vor dem Landtag
Nach einer Stadtführung und einem gemeinsamen Mittagessen stand ein Gespräch im Plenarsaal des Landtags auf dem Programm. Klaus Lotz von der Landtagsverwaltung informierte über die reiche Geschichte des Hauses, in dem in der kurzen Zeit der „Mainzer Republik“ 1793 das erste nach demokratischen Grundsätzen gewählte Parlament auf deutschem Boden getagt hatte.Dann wurde mit dem Abgeordneten diskutiert – und wie! Lange über die eigentlich vorgesehene Zeit hinaus.
Gespräch mit Melanie Mohr (links), der Protokollchefin der Staatskanzlei
Die Damen wollten alles wissen und sparten auch nicht mit Kritik, wobei die Themen weit über die Landespolitik hinausgingen. Zutreffend beschrieb eine Frau das aktuelle Dilemma der Politikdistanz vieler Menschen, die einen seien „desinteressiert“, die anderen „desillusioniert“. Wege zu finden, beide Bevölkerungsgruppen für den demokratischen Dialog zurück zu gewinnen, ist wohl die Hauptaufgabe aktuellen politischen Handelns.
Klaus Lotz informiert in der Lobby über das „Deutschhaus“
Auch stärkere Möglichkeiten des Einsatzes von Elementen direkter Demokratie scheinen den Damen nötig zu sein; für die Gäste von Landtagsplenarsitzungen könnte dies zum Beispiel so aussehen: Am Ende der Besuchsstunde gibt es für jede Gruppe die Möglichkeit, den Parlamentariern per Mikrophon direkt die Meinung zu dem eben Gehörten zu sagen.
Die "Landesregierung", gebildet von den "Grünen Damen"
Zum Abschluss wurde dem Büro des Abgeordneten noch ein Besuch abgestattet. Bei aller vorherigen Kritik an der „Geldverschwendung“ der Politik wurden diese räumlichen Gegebenheiten zum Arbeiten und Übernachten nicht als übertrieben verschwenderisch angesehen.
Manfred Geis und die „Grünen Damen“ versprachen sich, im Gespräch zu bleiben.
Zu Gast im Büro des Abgeordneten


