Manfred Geis, MdL Rheinland-Pfalz
Manfred Geis, MdL Rheinland-Pfalz

Termine

02.06.2012
ansprechBar - Einladung zum Gespräch

07.07.2012
ansprechBar - Einladung zum Gespräch

Aktuelle Ausstellung

Bild von Alexandra Deutsch

Aktuelle Ausstellung:

Alexandra Deutsch - mysteriöse Metamorphosen

Objekte aus Papier und Textil, Monotypien

LÄUFT BIS 20.07.2012
Mo bis Fr, von 9.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

 

mehr

Logo ansprechBar
facebook-icon
Jan 7, 2005

SPD: Radweg vor Ort diskutieren

BAD DÜRKHEIM: Briefwechsel mit Verkehrsministerium um strittige Trasse

Aus:
DIE RHEINPFALZ
Bad Dürkheimer Zeitung
Nr.5
Freitag, den 07. Januar 2005

Die Dürkheimer SPD möchte die Diskussion um den geplanten Radweg zwischen Hardenburg und der Alten Schmelz noch einmal öffentlich führen. Dazu hat Stadtverbandsvorsitzender Geis in einem Schreiben an Staatssekretär Eymael eine Info-Veranstaltung vor Ort vorgeschlagen.

Der Radweg, der später bis zum Ise-nachweiher und in den Landkreis Kaiserslautern weitergeführt werden soll, ist in der Bevölkerung umstritten und war auch in einer SPD-Versammlung kritisiert worden (wir berichteten). Manfred Geis hatte als Landtagsabgeordneter daraufhin Verkehrsminister Bauckhage angesprochen, dass sich die Bevölkerung bei der Planung offenbar nicht ausreichend informiert und einbezogen fühle, und hatte angefragt, ob Alternativen, wie sie bereits angesprochen beziehungsweise gefordert wurden, noch möglich seien.

In Frage kommende Trassenführungen seien im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht worden, hatte Günter Eymael daraufhin geantwortet. „Als Ergebnis der Studie lässt sich feststellen, dass einem Radweg entlang der Bundesstraße eindeutig der Vorzug zu geben ist.“ Insbesondere aus landespflegerischer Sicht sei die straßennahe Variante gegenüber einer Wegführung abseits der Straße im ökologisch sensiblen Bereich der Isenach-Aue mit den geringsten Belastungen verbunden, so Eymael. „Eine deutlich höhere Neuversiegelung, Auswirkungen auf das Vogelschutzgebiet Haardtrand und erhebliche Beeinträchtigungen geschützter Biotope sprachen gegen eine Trassenführung in der Isenach-Aue.“ Dass für einen Radweg unmittelbar an der B 37 rund 60 Alleebäume gefällt werden müssten, führe aus landespflegerischer Sicht zu keinem anderen Ergebnis, wie der Staatssekretär betonte. Die untere Landespflege habe deshalb zugestimmt.

Für den Radweg an der B37 bestehe bereits Baurecht, erinnert Eymael. Mit dem ersten Bauabschnitt solle nach derzeitiger Disposition in diesem Jahr begonnen werden. Auch im Hinblick auf den Verfahrensstand sei es daher sinnvoll, die Planung weiter zu verfolgen und die Bauvorbereitungen kurzfristig auf den Weg zu bringen. „Eine alternative weitgehende Neuplanung eines selbstständigen Radwegs abseits der Straße würde im Übrigen erhebliche Fragen hinsichtlich der Baulastträgerschaft und der Finanzierung aufwerfen“, mahnt Eymael, was zeitliche Verzögerungen bei der Realisierung „dieses auch touristisch bedeutsamen“ Radwegebaus zur Folge hätte.

Ein Radweg zwischen Bad Dürkheim und Kaiserslautern sei eine reizvolle Maßnahme, schreibt Geis nun zurück. Und dass der Bund den Ausbau finanzieren werde, sei sicher ein wichtiges Argument. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass bei guten Argumenten ein Programm so unflexibel sein sollte, bessere Alternativen zu verwerfen, nur weil die Trassenführung nicht direkt an der Bundesstraße verläuft“, meint Geis. Er kündigt Eymael an, dass der frühere Landrat Georg Kalbfuß, einer der Kritiker in SPD-Reihen, ihm seine Argumente für die Alternativtrasse durch den Wald übermitteln werde, die aus seiner Sicht kostengünstiger, landschaftsschonend und touristisch attraktiver wäre. (rhp)