„Abgeworben“ vom Landtag

07.06.2014

Laura Zuber, frischgebackene Abiturientin aus Alzey, hat neben ihrem „offiziellen“ Praktikum in der Öffentlichkeitsarbeit des Landtags, auch die Chance genutzt, bei Manfred Geis einen Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten und einer Landtagsfraktion zu gewinnen, dabei war sie auch eine kluge und engagierte Unterstützerin bei vielen Aktivitäten. Hier ihre Eindrücke:

"Bereits eine Woche nach offiziellem Schulende nahm ich am 7. April 2014 mein achtwöchiges Vorpraktikum für die Universität in der Verwaltung des Landtages auf. Wie geplant wurde ich in den ersten Tagen mit meinem Aufgabenfeld bekannt gemacht und genoss die Abwechslung und den Ablauf meines neuen Alltags.

Im Laufe meiner zweiten Praktikumswoche machte ich schließlich unerwartet Bekanntschaft mit Manfred Geis, MdL. Er stellte mir freundicherweise seine Arbeit im Abgeordnetenhaus vor und gewährte mir so einen detaillierten Einblick in das Umfeld und die Pflichten der Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtages.

Dieser sozusagen exklusive Einblick hielt für mich einige Überraschungen bereit. Wenn das historische Deutschhaus die Herzkammer der rheinland-pfälzischen Politik darstellt, so ist das Abgeordnetenhaus die treibende Kraft, die eine gesunde, funktionsfähige Politik ermöglicht und aufrecht erhält.

Wie schon andere Praktikanten vor mir war auch ich erstaunt und erfreut über die vertraute, kameradschaftliche Atmosphäre, die in den Fraktionssitzungen herrschte und die Offenheit, mit der ich dort empfangen wurde. Durch die glückliche Wahl des Zeitraums durfte ich in den darauffolgenden Wochen die geschäftigen Vorbereitungen vor den Europa- und Kommunalwahlen, die steigende Aufregung, die Plenarsitzung direkt davor sowie die anschließende Freude und das Aufatmen danach miterleben.

Der Besuch der durchgehend stattfindenden Ausschüsse war ein besonders interessantes Erlebnis. Neben den Plenarsitzungen sind nämlich diese die beste Gelegenheit, die zwischenparteiliche Konkurrenz, aber auch die dadurch entstehende politische Produktivität mitzuerleben. Nebenbei wird man hautnah in relevante und vielseitige Themen eingeführt und auf den neusten Stand gebracht, sodass man irgendwann selbst als Zuhörer Lust bekommt, mitzudiskutieren. Man vergleicht, wägt ab, stellt vielleicht Recherchen an und versucht, seinen eigenen Standpunkt zu finden. Und ganz unbemerkt wird man eine „politische“ Person. Gibt es einen besseren Ort, um die Menschen die Politik näher zu bringen?

Zu alledem durfte ich - da ich offiziell in der Landtagsverwaltung tätig war - Besuchergruppen organisieren bzw. mitbetreuen und die Arbeit hinter den Kulissen mitverfolgen, die essentiell dazu beiträgt, das Leben im Landtag zu koordinieren.

Somit erhielt ich einen einmaligen und allumfassenden Einblick in eine spannende Phase der rheinland-pfälzischen Politik, wobei ich stets von allen freundlich behandelt wurde. Ich habe viel gelernt und werde immer mit gutem Herzen an die Menschen zurückdenken, denen ich in dieser rückblickend so kurzen Zeit begegnet bin. Vielen Dank für dieses tolle Praktikum! "

Bild: Laura Zuber im Gespräch mit Lena beim Besuch der Grundschule Bad Dürkheim-Grethen im Landtag