Manfred Geis besucht Schulen am 9. November

07.11.2016

Der 9. November bietet wie kaum ein Datum der deutschen Geschichte Anlass zur Erinnerung an die glücklichen und tragischen Momente, und deshalb ganz besonders auch dazu, den Blick auf das Heute zu richten. Dass Frieden und Demokratie nicht selbstverständlich sidn, sondern immer in den Händen der jeweiligen Generationen liegt, bringt der Schul-Besuchstag rheinland-pfälzischen Schülern seit über zehn Jahren nahe.

Manfred Geis, der in diesem Jahr das Leininger Gymnasium in Grünstadt und die Realschule Plus in Weisenheim am Berg besucht, will deshalb besonders eindringlich die Schrecken der Reichspogromnacht vergegenwärtigen. „Es ist mir wichtig, zu vermitteln, dass es ein bestimmtes Denken ist, das solchen grausamen Auswüchsen zugrunde liegt. Dem müssen wir auch heute aktiv entgegentreten. Wenn Menschen nicht mehr als Individuen wahrgenommen werden, sondern nur noch als „Muslime“ oder „Flüchtlinge“, dann ist das bereits ein Schritt in die falsche Richtung.“ Deshalb möchte er die Schüler ermutigen, unsere Demokratie bewusst wahrzunehmen, zu kritisieren, aber immer im Hinterkopf zu behalten, dass wir uns mit ihr glücklich schätzen können.