Sieben Tage, sechmal "Kunst in Bibliotheken"

08.11.2018

Die Buchkunst ist auch in diesem Jahr ein Schwerpunkt der Bibliothekstage Rheinland-Pfalz. 24 Ausstellungen im ganzen Land, von Koblenz bis Zweibrücken, von Trier bis Mainz, bewiesen wie hervorragend sich Kunst in die Umgebung der Bibliotheken einfügt: Sie betonen umso mehr, dass sie Stätten der Begegnung sind. Der von Katharina Pischedda sehr ansprechend gestaltete Katalog gibt einen Überblick sowie jeweils eine kurze Einführung in die Veranstaltungen.
Inspirierend und nachhaltig beeindruckend waren meine Besuche der vergangenen Tage in vielen der teilnehmenden Bibliotheken. In sieben Tagen durfte ich sechs Ausstellungen mit eröffnen:

 

Beeindruckende, künstlerisch vielfältige, oft sehr persönliche Buch-Objekte konnte man bei einer Erkundungstour durch die Universitätsbibliothek der Uni Landau entdecken, wo Kunststudierende eine „Bibliothek der besonderen Bücher“ eingerichtet haben.

 

 

 

 

 

 

 


Auch Leistungskurs-Schülerinnen des Gymnasiums Schifferstadt zeigten sensible, facettenreiche Arbeiten aus Büchern zu Büchern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mit Klaus Ensikat konnte ein renommierter Illustrator aus Berlin gewonnen werden; in der Mainzer Stadtbücherei waren seine Zeichnungen zu einem Gutenberg-Buch für Kinder zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Nach Kaiserslautern waren Dozenten, ehemalige und aktuelle Studierende des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas in Höhr-Grenzhausen gekommen, um in der Pfalzbibliothek feine, zurückhaltende Arbeiten zum genau Hinsehen, Fühlen und Hinhören zu präsentieren.

 

 

 

 

 

Charlotte Hammes, Kommunikationsdesignerin von der Hochschule Trier, zeigte Illustrationen zu Simone de Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ und Videos zum Thema Feminismus in der Bibliothek des Umweltcampus Birkenfeld.

 


 

 

 

 

 


 

Eulen standen in der Stadtbücherei Speyer im Mittelpunkt, und zwar in Form von Radierungen der jungen Künstlerin Isabel Köhler. Zur Eröffnung redete Bürgermeisterin Monika Kabs, die Musikschule Speyer musizierte und Sarah Sprau las aus ihren Texten.
 

 

 

 

 

 

Am gestrigen Mittwoch war noch einmal die Stadtbibliothek Ludwigshafen an der Reihe: ein unkonventioneller Buchkunst-Abend mit Robert Schwarz: „Buchkunst goes Video oder Die Befreiung des Künstlerbuchs“. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor-Museums, erläuterte auf anregende und sensible Weise seine Arbeiten.