Unser Tag für Afrika (23): Evelyn Kloos

27.08.2017

„Mein Tag für Afrika startete um 8 Uhr morgens im Mainzer Tierheim. Nach einer kurzen Vorstellung gab es bereits meine erste Aufgabe. Vor dem Katzenhaus wartete ein beträchtlicher Berg an Tiertransportboxen und Tierkörben auf mich, um gewaschen zu werden. Der Berg an Boxen bestand übrigens nicht aus eigenem „Tierheimgut“; dies sind Spenden von Tierliebhabern. Hygiene kommt im Mainzer Tierheim nicht zu kurz; so musste ich die Boxen nach dem Saubermachen noch mit Alkohol desinfizieren. Nachdem diese Aufgabe erledigt war, ging es zu den Hunden, um ihre Käfige zu säubern. Dazu wurden die „Bewohner“ in den Innenzwinger gebracht, sodass der äußere Teil gesäubert werden konnte. Hierzu musste ich Häufchen mit einer Schippe aufsammeln und Desinfektionsreiniger auf dem Boden des Außenzwingers verteilen. Diese Aufgabe war wahrlich eine Zwei-Mann(Frau)-Arbeit, denn nachdem ich diesen ersten Schritt erledigt hatte, kam auch schon eine Mitarbeiterin des Tierheims und schrubbte den Käfig. Nachdem wir den Boden trocken gezogen haben, konnten die Hunde wieder in ihren Außenzwinger gelassen werden.
Regelmäßig wurde ich leicht erschreckt, wenn mich einige der Hunde anbellten. Ich war bisher eher ein Katzenmensch und hatte vor Hunden eher Angst. Spätestens nach dem sechsten Hund aber verließ mich diese Angst, und während der gesamten restlichen Arbeitszeit studierte ich die Beschreibungen der Hunde, welche an den Türen befestigt sind. Einige von ihnen mussten in ihrem bisherigem Leben einiges erleiden, sind zurückgelassen oder misshandelt worden. Das Tierheim hat sie mit Liebe aufgenommen und für ihre Gesundheit gesorgt.
Später sammelten wir noch die Futternäpfe der Hunde ein, die ich spülen durfte. Einige mussten abgekocht werden. Auch diese Aufgabe hat mir Freude bereitet, weil ich nicht allein war: Die Hündin einer Mitarbeiterin leistete mir Gesellschaft. Um 13:30 war mein Tag für Afrika dann auch schon beendet.
Warum ich ihn in diesem Tierheim verbracht habe? Meinen Kater Charlie habe ich von dort adoptiert, und ich wollte die alltägliche Arbeit mit den Tieren besser kennenlernen. Der Tierschutzverein Mainz wurde bereits 1908 gegründet und kümmert sich seither mit viel Liebe um Tiere und deren Gesundheit. Vor etwas mehr als vierzig Jahren wurde das Tierheim in der Zwerchallee eröffnet. Heute arbeiten dort ca. 14 Mitarbeiter und es beherbergt 45 Hunde, 35 Katzen, 80 Kleintiere und einige Wildtiere.“